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Archiv für die Kategorie ‘Lyrik’

Bologna-Sauce

Wer will denn heut’ Schavan recht eifrig loben,
die Blödeleien an den Kopf uns warf?
Sie richtet uns; drum lasst uns Stürme proben,
auf dass sie schlucken muss, und das auch brav!
Denn alle Türen links und rechts der Straße,
die fürs Studieren unentbehrlich sind;
verschlossen sich – zum Leid auch noch nach Maße:
Bergab die Grade. Hinter uns der Wind!
So lasst [...]

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Seemannsgarn

Die Sonne griff nach abgewetzten Häuten
und brannte dort ihr Siegelzeichen ein.
So voller Wärme wurd ich nur bei Bräuten,
wenn früher eins, zwei Dirnen mir mein Bein
auch lustlos rieben. Die paar Kreuzer,
die hatt’ ich immer mit dabei. Und Kein-
er schrieb mir vor, was ich zu tun und lassen hab.
Der Landgang ist Freiheit, die See – ums zu [...]

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Wiesennachmittag

Es spielte sich die Welt im See:
das rundherum Ergrünte
gefiel sich sehr und blümte
verwegen nebst dem Roiboschtee.
Ein Schatten fiel auf uns sehr weich.
Ich las dir kurze Zeilen;
wir jauchzten ein paar Weilen
und tanzten um den Spiegelteich.
So sommerfrisch dein Kleid im Wind.
Es fegt und wischt und flattert,
dass keine Ente schnattert –
und alle Welt weiß, dass wir sind!
Für J.S.

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Im Schatten der Glocke entspannen

Im Schatten der Glocke entspannen:
Und selig verschmolz ich Gedanken,
die sich nur um dich und dich rankten -
dass selbst das Geläute der Meute
mich nicht konnt’ von dir heut’ verbannen.
Für J.S.

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Ausflug

Im Blauen, da traf ich dich, zartes Gemüt;
doch blausein, das war nichts, drum war`n wir bemüht,
die trüglichen, weiten Geflechte zu schmähen
und Lichteres größer und wiesig zu säen.

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Umtriebe im Status Quo

Früher spielte ich recht gut Piano;
jazzte rum und blueste hier, mal da:
In Berlin, Paris und gar Milano –
zeigte Hut, Zigarre menschennah.

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