Arno Boldt

medienhain

im schauer des medienhains verlor mein zerstäubtes gemüt,
mit farbenverworfenem blick und trauergebundenem schritt;
(verletzlich, im grunde verblüht) – die unschuld am zweifel des seins.

verzeih mir das wanken des sinns, die flattrige zunge daselbst,
die gleichsam den lieblichen strick umgarnt mit noch wedelndem tritt;
(bis du mich mit sang bald erhellst) – so tief und noch tiefer beginnt’s.

die gräser, sie flehen nach ruh’, und schöpfen mit bebendem arm,
die floskeln, das liebesgeschick aus unseren haaren gleich mit;
(und stillen die sehnsucht mit garn) – nicht sichtbar, denn niemand schaut zu.

verwirrt ist mein tastender mund, verwirrt auch der silbenverzehr.
werd ich durch die sänge verrückt, verschlungen sind wir und zu dritt;
(verschlungen, o lieblicher flair) – o treue, gar südlichste stund’!

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